Umsetzung zukunftsweisender, ganzheitlicher Betreuungskonzepte in älteren Stationsstrukturen der Neonatologie

Projektbeschreibung & Problemstellung:
Frühgeborene sind gegenüber Umwelteinflüssen, zum Beispiel gegenüber dem Einfluss von Licht, besonders empfindlich. Parallel befinden sich die Eltern alleine schon durch den Krankenhausaufenthalt in einer Ausnahmesituation, die durch den angespannten Gesundheitszustand des Neugeborenen noch verstärkt wird. Diese Anspannung der Eltern kann sich auf das Kind übertragen und die Entwicklung des Kindes nachteilig beeinflussen.
Zusätzlich ist oft die Gesundheit der Mutter selbst durch die Geburt angegriffen. In diesem Fall ist es der Mutter nur unter großen Schwierigkeiten möglich ohne Hilfe in den gewünschten, engen Kontakt zu dem eigenen Kind zu kommen.
Dabei muss die Raumgestaltung und -beleuchtung aber auch den Bedürfnissen des Behandlungspersonals, dem Einsatz von Überwachungsgeräten mit optischen und akustischen Signalen, der Hygiene und der Raumpflege Rechnung tragen.

Für diese, sich teilweise widersprechenden, Anforderungen gilt es eine, für alle Beteiligten optimale, Lösung zu entwickeln.

Ziel des Projektes:

Projektziel ist es durch eine entsprechende Raumgestaltung und -beleuchtung die bereits gute Versorgung des kranken Neugeborenen und der Mutter sowie die Arbeitsbedingungen der dort tätigen Personen weiter zu verbessern.

Zum einen sollen zwei Einzelzimmer eingerichtet werden in denen Mutter und Kind behandlungsbedürftig sind. Mit diesem zukunftsweisenden Konzept soll es der, in ihrer Mobilität eingeschränkten, Mutter ermöglicht werden, obwohl sie selbst noch krank ist, in engen Kontakt zu dem eigenen Kind zu kommen.

Zum anderen sollen zwei Patienten-Doppelzimmer, den Bedürfnissen der Kinder und der sie besuchenden Eltern entsprechend, in einer besonders angenehmen Wohlfühlatmosphäre gestaltet werden.
Der Aufenthalt der Eltern in der Klinik soll allgemein angenehmer und entspannter gestaltet und so die vorhandene Anspannung abgemildert werden. Die entspannte Stimmung der Eltern sollte sich zusätzlich positiv auf die Entwicklung und Genesung von Kind und Mutter auswirken. Eine Verbesserung der Hygiene soll u.a. durch Vermeidung von offenen Fugen und dem Einsatz von antibakteriellen Oberflächen erreicht werden.
Im gleichen Zug sollen die Arbeitsbedingungen der Ärztinnen/Ärzte und Pflegerinnen/Pfleger möglichst noch verbessert werden.
Die Beleuchtung soll den Tageslichtrhythmus nachbilden und dadurch eine Wohlfühlatmosphäre unterstützen. Darüber hinaus muss auch für Untersuchungen, Verbandswechsel usw. geeignetes Licht verfügbar sein.

Mit einer angenehmen und gleichzeitig funktionalen Raumgestaltung soll eine möglichst heimelige Atmosphäre erzeugt werden. Dabei muss die Raumaufteilung so sein, dass sowohl für die Bewohner als auch für die nötigen Behandlungen und sonstigen Tätigkeiten ausreichend Raum vorhanden ist und die erforderlichen Hilfsmittel sehr gut zugänglich sind.

Umsetzung zukunftsweisender, ganzheitlicher Betreuungskonzepte in älteren Stationsstrukturen der Neonatologie

Projektdurchführung :

Auf der Neonatologie der Asklepios-Klinik in Hamburg-Barmbek sollen im Rahmen eines Pilotprojektes neuartige, zukunftsweisende und erfolgversprechende Raumkonzepte umgesetzt werden: Behandlungsbedürftige, frühgeborene Kindern und behandlungsbedürftige Mütter sollen zusammen untergebracht werden. Dazu sollen, im ersten Ansatz, zwei nebeneinander liegende Zimmer für je eine Mutter mit Kind umgebaut werden.
Im zweiten Ansatz sollen zwei Patientenzimmer für Frühgeborene und der sie besuchenden Eltern nach neuesten Erkenntnissen umgestaltet werden.
In beiden Fällen sollen die Zimmer sowohl besonders angenehm, entspannend als auch funktionell und sicher gestaltet und so die Entwicklung des Kindes und, bei Bedarf, die Genesung der Mutter zusätzlich unterstützt werden.

Mit Ärzten, Pflegern, Physiotherapeuten und Elternvertretern aus dem Bereich Neonatologie werden im Vorfeld verschiedene Gestaltungswünsche erarbeitet. In einem gemeinsamen Termin mit den Vertretern der projektteilnehmenden Firmen soll dann die endgültige Ausführung festgelegt werden.

Folgende Punkte stehen dabei für Zimmer und Bad/WC zur Diskussion:

1. Gestaltung von Zimmer/Bad/WC allgemein:
Barrierefreie Gestaltung. Warme, angenehme Farben und Oberflächen mit angenehmer Haptik. Fugen werden so weit als möglich vermieden und alle Oberflächen sollen leicht zu reinigen sein. Durch die Zimmergestaltung/Innenarchitektur soll die Raumpflege erleichtert werden.
2. Raumbeleuchtung – Zimmer/Bad/WC:
Zirkadianes Licht das in Abhängigkeit vom Tageslicht gesteuert wird und welches durch den Einsatz von LED-Leuchten und ggf. Präsenzmeldern energieeffizient arbeitet. Die Beleuchtung muss dabei ausreichend sein für Untersuchungen, Verbandswechsel usw. und mit geringstmöglichem Zeitaufwand passend eingestellt werden können.
3. Möglichkeit von TV-, Radio-,Musik-, Video und Internet-Nutzung – Zimmer.
4. Boden-, Wand- und Deckengestaltung – Zimmer/Bad/WC:
Weitestmöglich mit antibakterieller Ausstattung.
5. Raumakustik – Zimmer:
Möglichst den Einsatz von Vorhangstoffen die einerseits eine angenehme Atmosphäre unterstützen und andererseits die Akustik im Raum verbessern. Möglich wenn eine antibakterielle Ausstattung und ein besonders einfaches Wechselsystem realisiert werden kann.
Alternativ: Einbau von klassischen Akustik-Elementen, d.h. Lochplatten mit
Schallschutzvlies, Filzplatten o.ä. >> aus hygienischer Sicht problematisch!
6. Gestaltung und Anordnung des Mobiliars – Zimmer/Bad/WC; Gestaltung und Anordnung
der Sanitäreinrichtung – Bad/WC:
Oberflächen mit angenehmer Haptik die leicht zu reinigen sind. Fugen soweit als möglich vermeiden, nicht vermeidbare Fugen verschließen. Schränke und Schubladen besonders leicht zugänglich. Waschtisch unterfahrbar, Dusche bodengleich.
7. Weitere Vorschläge/Anregungen der Beteiligten.

Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein Pilotprojekt bei dem richtungsweisende Lösungen in die Praxis umgesetzt und getestet werden. Um eine Realisierung zu ermöglich ist es erforderlich, dass die teilnehmenden Projektpartnerfirmen die jeweilige Leistung so kostengünstig wie möglich zur Verfügung stellen.

Umsetzung zukunftsweisender, ganzheitlicher Betreuungskonzepte in älteren Stationsstrukturen der Neonatologie

Ausblick:

Derzeit wird allgemein im Bereich der Neonatologien über neue Konzepte der Versorgung und Behandlung nachgedacht und mit dem vorliegenden Konzept sollen, in einem der ersten Projekte dieser Art, zukunftsweisende Ansätze der Raumgestaltung realisiert werden. Durch die derzeitigen Überlegungen in diesem Bereich und das zu erwartende Medieninteresse sollten sich entsprechende, gute Vermarktungschancen ergeben.
Das Projekt soll im Rahmen eines Projektmarketings innerhalb und außerhalb von Asklepios publiziert werden. Die genaue Ausgestaltung wird in Abstimmung mit den teilnehmenden Projektpartnerfirmen festgelegt. Die Kosten für Flyer, Prospekte o.ä. sollen von den Projektpartnerfirmen, der Asklepios-Klinik Barmbek und dem Green Hospital Programm gemeinsam getragen werden.
Den projektteilnehmenden Firmen wird die Möglichkeit eingeräumt, nach entsprechender vorheriger Anmeldung, die neu gestalteten Räume mit Kunden besichtigen. In der Asklepios-Klinik Barmbek sind Tagungsräume vorhanden und seitens der Chefärztin der Neonatologie als auch der Geschäftsleitung von AK-Barmbek besteht die Bereitschaft Vorträge vor interessierten Personen zu halten. Es besteht auch die Möglichkeit ein Catering über die hauseigene, sehr gute, Küche zu beziehen.
Stand: 15.01.2018
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