Energieerzeugung Blockheizkraftwerk

Strom und Wärme aus erster Hand

Green Hospital: Effiziente Energieerzeugung mit Blockheizkraftwerken

Heizung, Klimaanlage, Warmwasserversorgung, Licht und vieles mehr – Krankenhäuser haben einen konstant hohen Energie- und Wärmebedarf. Das verbraucht nicht nur enorm viele Ressourcen, sondern kostet auch viel Geld.

Bis zu drei Prozent der Gesamtausgaben in einem Krankenhaus fallen für Energie an – Tendenz steigend. Denn Strom, Gas und Öl werden stetig teurer. Allein von April 2010 bis April 2011 stieg der Preis für eine Kilowattstunde Strom um 2,03 Cent, so die Bundesnetzagentur. „Krankenhäuser sind letztendlich Energiefresser par excellence“, sagt Gerhard Schmid, Projektleiter im Green Hospital Program, KB Architektur und Bau. „Legt man den Gesamtenergieverbrauch eines Krankenhauses auf die Anzahl der Betten um, dann entspricht der Energiebedarf eines Bettes etwa dem von drei Einfamilienhäusern.“

Entsprechend groß ist das Einsparpotenzial – allerdings nicht nur beim Stromverbrauch, sondern auch beim generellen Energiebedarf. „Und das auch trotz der derzeit relativ niedrigen Kosten für Öl und Gas“, ist sich Schmid sicher. Mit neuen, ökologisch sinnvollen Investitionen wie einem Blockheizkraftwerk (BHKW) könnten jährlich ohne Qualitätseinbuße der CO2-Ausstoß und die Energiekosten maßgeblich gesenkt werden. Zu diesem Ergebnis kommen unter anderem Untersuchungen der Energieagentur NRW. Die Asklepios Kliniken haben schon einige Erfolgsprojekte realisiert, in denen ein Blockheizkraftwerk den Energiebedarf im Krankenhausbetrieb sicherstellt und deutlich zu einer Verbesserung der ökologischen wie auch der wirtschaftlichen Situation beiträgt.

Eigene Anlage liefert fast ein Drittel der benötigten Energie

So auch im AK Harburg. „Seit wir das BHKW in Betrieb genommen haben, konnten wir die Hälfte des benötigten Stroms selbst erzeugen“, sagt Marc Christiansen, dortiger Betriebstechnischer Leiter. Die zwei BHKW Module mit Wärmepumpen im AK Harburg aus dem Jahr 2013 erzeugen jährlich knapp 4,6 Millionen Kilowattstunden. Doch nicht nur für den Stromverbrauch ergeben sich dank des BHKWs Vorteile für die Klinik: Denn die hocheffiziente, erdgasbetriebene Anlage dient mit ihrem Prinzip der Kraft-Wärme-Koppelung gleichzeitig der Wärmeerzeugung, die sofort genutzt werden kann. Im AK Harburg liegt die Jahresleistung der thermischen Energie bei 7,9 Millionen Kilowattstunden. 25 bis 30 Prozent der Wärme stammen also aus dem eigenen Keller; die restliche Energie wird durch drei Brennwertkessel erzeugt.

„Mit dem Einsatz von Blockheizkraftwerken schlagen wir also zwei Fliegen mit einer Klappe“, betont Schmid. Der Strom wird direkt vor Ort erzeugt. So sind keine langen Leitungswege nötig, auf denen viel Energie verloren geht. Gleichzeitig wird die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme für die Gebäudeheizung und die Heißwasserbereitung verwendet und verpufft nicht ungenutzt. „Durch das Blockheizkraftwerk können wir also Strom und Wärme deutlich effizienter nutzen, als es bei der konventionellen Erzeugung in Kraftwerken möglich ist, und wir tragen so zu einer deutlichen Senkung des CO2-Ausstoßes bei.“ Eine solche Investition rechnet sich also nicht nur in der Regel wirtschaftlich innerhalb weniger Jahre, sie ist auch ein echter Beitrag zum Umweltschutz.

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